aus der Sicht der Kreativen Homöopathie nach Antonie Peppler®

Was ist eigentlich ein „starkes Immunsystem“?

Immer wieder kommen Patienten in meine homöopathische Praxis mit der Bitte und der Erwartung das Immunsystem zu stärken. Wenn ich sie dann frage, was sie damit eigentlich meinen, erlebe ich oft erstaunte oder ratlose Gesichter. Die einen wollen ihre immer währende Erkältung loswerden, die anderen fühlen sich gänzlich schwach und die anderen haben in den Medien gehört oder gelesen, dass es gut sei, ein starkes Immunsystem zu haben.

Die Abstraktion in der Medizin ist immer noch sehr verbreitet.

Wenn ich dann frage, warum sich der Patient nicht gegen seine Mitmenschen wehrt und sich und seine Bedürfnisse durch- und umsetzt, so wird die Ratlosigkeit nur stärker.

Das Immunsystem ist das Abwehrsystem, welches  auf der unbewussten Ebene die Stärke unserer individuellen Persönlichkeit spiegelt oder zeigt

Es ist ein Teil von uns selbst, welches direkt unsere ureigensten Gedanken und unsere Lebenseinstellung darstellt. Befinden wir uns in einer Lebenssituation, die uns nicht passt, z.B. an einem Arbeitsplatz, an dem wir uns nicht entfalten können, wo Kollegen sind, die uns gegen „den Strich“ gehen, so wird unser Immunsystem eben dies zeigen.

Wie chronische Krankheiten entstehen

Normalerweise entstehen Erkältungen, mit denen wir ankündigen, dass wir die Nase voll haben. Ändert sich die Situation nicht, so vergeht zwar die Erkältung, um sich aber baldigst in schlimmerer Form zu zeigen. Reagieren wir wieder nicht, so entsteht in der Verstärkung vielleicht eine Nasennebenhöhlenentzündung, die dann im Laufe der „Ignoranz“ chronisch wird.

Homöopathische Arzneien bei Erkältung und Nebenhöhlenkatarrh

Der Homöopath, der diesen chronischen Prozess im Gesamten betrachtet – Neigung zur Erkältung und Nebenhöhlenkatarrh – wird dann auf folgende homöopathische Arzneien kommen:

Silicea = verkopft sein, durch Verletzungen sind Gefühle weggedrückt

Mercurius solubilis = die eigene Lebenskraft findet keine Form und wird der Lebenskraft eines anderen geopfert

Sulfur = Bewusstwerdung wird unterdrückt

Lycopodium = der faule Kompromiss

Hepar Sulfuris = andere verändern wollen um die eigene Sicherheit zu stärken

Thuja = eigene Schattenseiten werden abgekapselt und isoliert

Phosphor = die traumatische Lebensenergie, immer das Gleiche

Kalium Bichromicum = schleimig freundlich werden die eigenen Bedürfnisse ignoriert

Hydrastis = verweigert die Lebenslust, macht andere dafür verantwortlich

Pulsatilla = steckt den Kopf in den Sand, fehlende Auseinandersetzung

Nitricum Acidum = Hass- und Rachegelüste, die aber nicht formuliert werden

Kalium Jodatum = ignoriert das Gefühl, nicht geliebt zu sein

Calcium carbonicum = sich dem Leben verweigern, Unterstützung wollen

Natrium muriaticum = Festhalten an dem, was bewährt und bekannt ist

Cinnabaris = opfert die Persönlichkeit für die scheinbare Hilflosigkeit anderer

Arsenicum Jodatum = Überzeugung, lebenslang nie ernährt und geliebt zu werden

Verbascum = Angst vor Gewalt, über die sich der Mensch hinwegsetzt

Stannum = nicht erlaubter Lebensgenuss

In diesen homöopathischen Arzneien zeigen sich die unbewussten, fixierten Denkmuster des jeweiligen Patienten in verschiedener Intensität. Betrachten wir die Bedeutungen dieser Arzneien, so wird deutlich, dass nicht jede Arznei die tiefste, zentralste Prägung des Patienten abdecken kann.

Silicea allein reicht nicht aus

Die, in einer oben genannten Situation in einer homöopathischen Praxis meist verwendete homöopathische Arznei Silicea, das „Verkopftsein“ hilft zwar kurzfristig, kann aber die Grundthematik, warum ein Mensch sich in dieser  Weise so ignorant verhält, nicht beantworten.

Mit der Gabe Silicea wird das Immunsystem kurzfristig stärker, fällt aber wieder ab, wenn das tiefste, motivierende Grundmuster nicht abgedeckt ist.

Silicea gibt dem Unbewussten bzw. dem Immunsystem die Botschaft: „Denke nicht so viel, handle lieber“

Der Patient, der viel Selbstvertrauen und innere Stärke hat wird dies dann auch tun. Aber ein Patient, der schon so viel innere Stärke hat, käme wahrscheinlich gar nicht mehr in die Lage, dass er eine unangenehme Situation so lange ertragen würde und will.

Der duldende, ängstliche Patient hat in sich geprägte, vielleicht von seinen Familienangehörigen übernommene Denkmuster, die ihm oft gar nicht bewusst sind, auf deren Basis er aber reagiert. Er hat bestimmte Muster vielleicht übernommen um zur Familie oder zu einer Gruppe dazugehören zu dürfen.

Angst als Krankheitsursache

Ein wesentliches Motiv für Krankheit überhaupt ist die Angst alleine dazustehen. Die Prägung: „Gemeinsamkeit macht stark“ ist immer noch stärker als der Mut als Individualität in Eigenverantwortlichkeit zu existieren.

Die homöopathische Arznei Stannum mit der psychologischen Bedeutung: nicht erlaubter Lebensgenuss, oder Hydrastis – verweigert die Lebenslust und macht andere dafür verantwortlich, entsprechen solch tiefer geprägten Leidensmustern und Überzeugungen. Diese können schon über Generationen andauern. Für Mitglieder bestimmter Familien ist über Generationen Lebensfreude und Spass einfach nicht erlaubt. Derjenige, der die Familienrituale nicht einhält fliegt raus und steht alleine da. Nur der, der den Mut hat sich abzugrenzen und innere Sicherheit entwickelt, wird sich sein Leben bewusst und „selbstbewusst“ gestalten können.

Opferrolle als Ausweg

In weiten Kreisen unserer Gesellschaft existiert immer noch das ursprünglich kirchlich geprägte Thema: Wer leidet kommt in den Himmel, was durch die homöopathische Arznei Origanum majorana (oder vulgaris) beantwortet wird.. Opfer sein ist „in“. Wer sich klein und hilflos macht wird in seinem Opfersein geachtet. Der Starke ist Täter. Der Täter ist egoistisch und damit nicht akzeptiert. Das Fatale ist nur, dass jeder, der seine Individualität stärkt und entwickelt, die Kraft des Täters hat und ausstrahlt.

Derjenige, der bei integrativem Sozialverhalten für sich weiß was er will, der Bezug zu seiner inneren Stimme hat, der in selbstverständlicher Weise in sich ruht, hat ein gutes und starkes Immunsystem. 

Herausforderungen bei der Stärkung des Immunsystems in der therapeutischen Praxis

Bei  vielen Patienten ist das Immunsystem so belastet, die Patienten sind so in fixierten Denk – und Anpassungsmustern verstrickt, dass eine Stärkung und Stabilisierung des Immunsystems komplizierter ist.

Für den Homöopathen ist dies besonders dann ein Problem, wenn der Patient schon nicht mehr auf gut und richtig gewählte homöopathische Arzneien reagiert. In dieser Situation ist es fatal, wenn der Homöopath nicht sicher genug an seine Fähigkeiten glaubt und ständig homöopathische Arzneien erfolglos ausprobiert und vielleicht sogar letztlich den Patienten für  homöopathisch nicht behandelbar oder heilbar erklärt.

Dies alles muss nicht sein, wenn bedacht wird und bekannt ist, dass bestimmte Erlebnisse oder auch klassisch medizinische Behandlungen Einfluss auf die Reaktionsfähigkeit des Patienten auf homöopathische Arzneien nehmen. Der Patient hat sogenannte Blockaden.

Therapieblockaden

Eine erste wesentliche Blockade ist der Schock. Ein Schockerlebnis entsteht dann, wenn ein für die Entwicklung des Patienten wesentlicher Konflikt verdrängt wurde.

Dazu ein Beispiel:

Eine Persönlichkeit ist zu Hause oder in der Schule oder am Arbeitsplatz grundsätzlich zu langsam. Andere – Mutter, Lehrer, Vorgesetzte – sind damit nicht einverstanden und drängeln. Die Persönlichkeit wird bewusst oder unbewusst aggressiv und / oder unsicher. Der Konflikt wird immer stärker. Eigentlich müsste er irgendwie gelöst werden. Wenn dies nicht geschieht kommt es irgendwann zu einem Schock, die eleganteste Art einem Konflikt zu entkommen – ein Unfall, vermutlich sogar ein Auffahrunfall könnte die Inszenierung des Schockes sein. In einer Schocksituation spiegelt sich die Art des Konfliktes wieder. Die Persönlichkeit wird nun in diesem Beispiel auch äußerlich „angeschoben“ und ist das Opfer in dem Unfall. Vielleicht wird durch eine schwere, langwierige Verletzung weiteres Drängeln von außen von der Umwelt verhindert. Durch Krankheit hat sich die Persönlichkeit nun legitimiert nicht mehr bedrängt zu werden. Dies ist in unserem Kulturkreis legal und fast immer akzeptiert, wird sogar noch unterstützt. Das „Opfer“ hat sich durch diese Reaktion nicht nur dem Konflikt entzogen, sondern wird nun noch als Opfer privilegiert.

Therapieblockaden auflösen

Während einer homöopathischen Behandlung, die vielleicht aus ganz anderen Gründen stattfindet, reagiert ein solcher Patient nun nicht mehr auf homöopathische Arzneien. Er hat nämlich gelernt, dass Konflikte durch Schockinszenierungen vermieden werden können.

Die homöopathische Arznei bei Schock ist Opium mit der psychologischen Bedeutung Grenze zwischen Bewusstem und Unbewusstem. Die Symptome von Opium werden allerdings als Symptomenbild für den Homöopathen am Patienten sichtbar, wenn entweder ein Schockerlebnis gerade geschehen ist, oder wenn der Patient kurz vor seinem Tod steht. Opium symbolisiert nicht nur die Verdrängung ins Unbewusste, sondern auch die Transformation in eine andere Dimension. Ist der Homöopath bei seiner Behandlung an die verdrängte Konfliktsituation des Angetriebenseins des Patienten gekommen, wird der Patient zwar bei der Behandlung das Gefühl von Eile und Hektik formulieren und körperlich darstellen, aber die Verdrängung durch den Schock bleibt in der Regel unerkannt und wird nicht formuliert. An wenigen Anzeichen z.B. der Reaktionslosigkeit des Patienten selbst, wie auch äußere Empfindlichkeit, Schnarchen oder schnarchende Atmung etc. kann der Homöopath die Notwendigkeit einer Gabe Opium erkennen. Allerdings Sekunden nach der Gabe Opium mindestens in C 200 besser höher (C 50 000) reagiert der Patient und ist fähig weitere Symptome des bisher verdrängten Konfliktes zu zeigen. Der Patient ist wieder behandelbar und reagiert wieder und damit sein Immunsystem auch.

Impfungen als Therapieblockade

Eine weitere wesentliche Blockade für die homöopathische Behandlung sind Impfungen. Wenn die homöopathische Arznei Opium gegeben wurde und der Patient auf weitere Arzneimittelgaben immer noch nicht reagiert liegt zumeist eine Impfblockade vor.

Die Ursache dafür, warum Impfungen blockieren, wird vermutlich an ihrer Herstellungsmethode liegen. Die meisten Impfungen wurden und werden auf Tieren gezüchtet.  Die modernste Herstellungsmethode ist die der Gentechnik. Die erste Impfung überhaupt, die  Pockenimpfung des Dr. E. Jenner war eine Tierkrankheit: die Kuhpocken. Durch Impfungen wird der Patient willentlich in leichter Form krank gemacht. Das Immunsystem soll „üben“ um bei schwereren Überfällen der Erreger gefeit zu sein. Der Grundgedanke ist sicher logisch, wenn man davon ausgeht, dass Krankheit ein Überfallsprozess der Erreger ist, dem der Erkrankte standhalten muss. Für denjenigen, dem deutlich ist, dass jegliche Erkrankung aus dem geistigen Entwicklungsprozess des Patienten entsteht, der muss die bisher gültige Theorie der Impfungen neu durchdenken. Die Darstellung des gesamten Themenkreises ist an dieser Stelle erheblich zu umfassend.

Daher möchte ich auf unser neues Buch „Impfentgiftung“ und unser Fachbuch „Das große Impfbuch der Kreativen Homöopathie“ verweisen.

Geistige Themen werden „mitgeimpft“

Bei jeder Impfung wird nicht nur das Immunsystem „stimuliert“, sondern auch ein geistiges Thema übertragen und als Denkmuster fixiert.

Das geistige Thema von Keuchhusten: „Ich fordere Anerkennung meiner Person ein, ich will so anerkannt werden wie ich von Natur aus bin“

Der gegen Keuchhusten Geimpfte wird damit sein Leben lang um seine Anerkennung kämpfen. Dieser Weg ist sicher mit vielen auch negativen Erfahrungen gepflastert, so dass der Patient irgendwann keine Kraft mehr hat und kompensiert. Körperlich bedeutet dies, dass er z.B. mit einer schweren Lungenerkrankung reagiert, die schlimmstenfalls die Bedeutung hat: Geben und Nehmen stimmen so wenig, dass kein weiteres Interesse mehr am Leben besteht. Psychisch bedeutet dies, dass sich letztlich Resignation dem gesamten Leben gegenüber einstellt.

Weitere Arzneien im Behandlungsverlauf

Bevor die Thematik so ausgereizt ist, wird der Patient vielleicht chronisches Räuspern oder Kitzelhusten entwickeln, das dann in der homöopathischen Behandlung mit Carbo  vegetabilis kurzfristig erfolgreich behandelt wird. Überlicherweise werden sich die Symptome immer wieder aufs neue einstellen, dies in immer kürzeren Abständen, was für die homöopathische Behandlung unüblich ist. Irgendwann hilft dann Carbo vegetabilis gar nicht mehr, obwohl die Arznei richtig wäre. Der Patient ist oft auch für andere homöopathische Arzneien nicht mehr reaktionsfähig. Dies ändert sich erst, wenn zu der Gabe Carbo vegetabilis die Impfstoffnosode Pertussis (Keuchhusten) gleichzeitig gegeben wird. Durch  die Aktivierung der Blockade durch die Impfstoffnosode wird der Patient befreit und er kann wieder reagieren. Die folgende Behandlung verläuft nun wieder wie gewohnt, das Immunsystem wird stabilisiert. Hat der Patient mehrere Impfungen, ist es sinnvoll eine gesamte Impfdeblockierung durchzuführen um die Reaktionsfähigkeit des Patienten umfassend zu bewirken.

Psychisch wird durch die Impfdeblockierung bewirkt, dass der Patient andere Lösungsmöglichkeiten für seine Konflikte findet. Die Fixierung seiner bisherigen Denkstrukturen lösen sich auf, andere kreative Möglichkeiten werden gefunden.

Wenn alte, fixierte Denkstrukturen gelöst sind hat die Persönlichkeit einen völlig anderen, viel umfassenderen Handlungsspielraum in ihrem Leben. Eingriffe und Manipulationen anderer, die vorher selbstverständlich hingenommen wurden, fallen nun auf und werden nicht mehr akzeptiert, zumindest werden sie kritisch hinterfragt. Damit ist eine Basis geschaffen, dass sich spezifische Erwartungen und Einschränkungen, die das Leben bisher geprägt haben, lösen und mehr Selbstbestimmung gelebt wird. Da das Immunsystem ein Spiegel der Abgrenzungsfähigkeit einer Persönlichkeit ist, ist damit auch das Immunsystem entlastet.

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Quellen
Antonie Peppler, Die psychologische Bedeutung homöopathischer Arzneien  Bd. 1/2, CKH-Verlag
Hans Jürgen Albrecht/Antonie Peppler, Das große Impfbuch der Kreativen Homöopathie, CKH-Verlag
Hans Jürgen Albrecht (Hrsg.) Kreative Homöopathie Gesammelte Veröffentlichungen von Antonie Peppler  Bd. 1 /2, CKH-Verlag

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