Die Fähigkeit entspannen zu können

Die innere Ruhe gepaart mit dem richtigen Maß an Bewegung sind gute Grundlagen für eine stabile Gesundheit.

In der heutigen, schnelllebigen Zeit ist es allerdings besonders schwierig geworden zur inneren Ruhe zu kommen. Ein Weg dahin ist das autogene Training. Aber auch in der Homöopathie finden wir Möglichkeiten zur inneren Ruhe zu finden. Dabei ist allerdings wichtig zu wissen, was uns treibt, aus welchem Motiv heraus wir keine innere Ruhe finden.

„Getrieben“ sein und Erkrankungen

Eines der wesentlichen Themen unserer Zeit ist: die Anforderungen anderer, im Beruf und auch gleichermaßen im Privatleben erfüllen zu sollen. Die Menschen, die sich von diesen Erwartungen nicht abgrenzen können entwickeln Allergien, Bluthochdruck bis hin zu Herzinfarkt und Diabetes. Diese Erkrankungen hängen eng zusammen und bedingen sich häufig.

In der Betrachtung fehlender Ruhe ist die Ausschüttung von Histamin, bei Allergien oder bei Verletzungen interessant.

In den homöopathischen Arzneimittelprüfungen von Histamin ist das Symptom zu finden: „Gewaltmarsch bessert“. Damit wird ausgedrückt, dass Menschen sich intensiv bewegen müssen um ihren inneren Druck abzubauen oder sie entwickeln eben diverse Allergien. Es ist oft zu beobachten, dass Menschen, die in ihrem Leben viel Sport getrieben haben und diesen irgendwann vernachlässigen, dick werden und diverse Allergien entwickeln.

Typische Symptome von Histamin

Ruhelosigkeit beim Warten,

Ruhelosigkeit treibt denjenigen umher, 

ängstliche Ruhelosigkeit,

Atemprobleme beim tiefen Atmen.

Schwitzen mit Schwäche.

Ungeduld.

All diese Symptome beschreiben die innere Unruhe, die so schwer aufzulösen ist.

In diesem Fall sollten die dahinterstehenden Allergien aufgedeckt und behandelt werden. Durch die erfolgreiche Behandlung wird dann bewirkt, dass der Patient seine Eigenverantwortlichkeit übernimmt und damit sein Leben unabhängig von anderen steuert und selbstbestimmend lebt.

Homöopathische Arzneien des Getriebenseins

Coca: höchste geistige Ziele erreichen wollen

Coffea: Schuldgefühle sich selbst gegenüber, sich aber der Situation nicht stellen

Pediculus: mit den eigenen Grenzen und der der anderen nicht zu recht kommen

Piper methysticum: von Belastungen zermürbt durch fehlende Wandlungsbereitschaft

Sulfuricum acidum: Hektik um unterdrückte Konflikte nicht deutlich werden zu lassen

Viola tricolor: Zurückweisung löst Hass aus

Psychologische Bedeutungen

Aus den psychologischen Bedeutungen der Arzneien ergeben sich auch die Motive und Ursachen des Getriebenseins.

Die Person, die Coca braucht, …

hat die Prägung oder den Glaubenssatz, dass sie z.B. in diesem Leben erleuchtet werden will oder dies schaffen sollte um nicht mehr auf diese Erde kommen zu müssen. Mit steigendem Alter oder mit wachsenden unterdrückten Aggressionen, denn diese dürfen bei der Aufgabe ja nicht sein, verschwindet die Chance immer mehr dieses eigentlich illusorische Ziel zu erreichen. Dies macht Druck!

Die Person, die Coffea braucht, …

handelt gegen sich selbst, weil sie die Liebe der anderen erreichen möchte. Auch dies ist ein schwieriges Unterfangen, was nicht gelingt und inneren Druck erzeugt.

Die Person, die Pediculus braucht,

ist oftmals durch einen Kaiserschnitt geboren. Während der „normalen“ Geburt tritt das Kind durch den Geburtskanal und kämpft somit mit den äußeren Grenzen. Kaiserschnitt-Kinder sind grenzenlos. Sie haben die Prägung, dass alles möglich ist, dass es keinerlei Grenzen gibt, dass alles erreichbar ist. Diese Denke ist vielleicht ein Vorteil, aber andererseits kann der Anspruch oder Glaubenssatz viel Druck machen.

Die Person, die Piper methysticum braucht, …

hat ein großes Sicherheitsbedürfnis und ist nicht willens sich zu verändern, weil Veränderung Angst macht. Durch prägende, verletzende Erlebnisse wurde ein Status quo eingenommen, der nicht verändert werden darf. Diesen zu erhalten macht Druck.

Die Person, die Sulfuricum acidum braucht, …

hat gravierende Verletzungen körperlich wie seelische erlebt, geht aber möglichst jedem Konflikt und damit einer Auflösung dieser aus dem Weg. Die Technik dazu ist Hektik und Eile zu verbreiten, dass möglichst keiner in der Umgebung die Chance hat ein Problem anzusprechen und eine Wiederholung der Probleme, die zur Auflösung wichtig wäre, zu initiieren. Die Eile so zu „konservieren“ ist anstrengend und macht Druck.

Die Person, die Viola tricolor braucht,

bemüht sich sehr sich an andere anzupassen, anderen zu gefallen und im Kontakt wichtig zu sein. Um dies zu erreichen übernehmen und tragen sie die Emotionen z. B. der Eltern. Sie „tragen“ die Last anderer um angenommen und geliebt zu sein. Wird dies nicht gewürdigt entsteht Hass und Bitterkeit.  Diese scheinbaren  Erwartungen zu erfüllen macht Druck.

Anhand dieser Beispiele soll gezeigt werden, dass auch in der Homöopathie  viele Möglichkeiten bestehen, zur inneren Gelassenheit zu kommen.

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Quelle:
Antonie Peppler, „Die psychologische Bedeutung homöopathischer Arzneien“, Bd.1 und Bd. 2, CKH Verlag

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