Psychologische Hintergründe und homöopathische Hilfe zur Heilung von Hautausschlägen

Schönheit ist heute wichtiger denn je, Werbung und Medien vermitteln es täglich: ein gepflegtes Gesicht, schöne Haut gelten als erstrebenswert. Die Anzahl der in höchsten Tönen gelobten Akne-, Pickel- und Pflegemittel lässt vermuten, dass Schönheit und jugendliches Aussehen heute geradezu verpflichtend die Attraktivität eines Menschen bestimmen. Sagt man nicht aber auch: Wahre Schönheit komme von innen? Und wenn die Schönheit sozusagen „von innen“ kommt, welche Faktoren, welche Themen sind es dann, die diese besonders beeinflussen? Um eben diese wahre Schönheit zu erreichen ist es wichtig, jene „Stressthemen“, die die Schönheit verhindern, zu erkennen und zu beseitigen. Der Begriff Stress jedoch ist zu allgemein und die Ursache des Stresses für jeden Menschen eine andere, so dass es oft schwierig ist, eben diese Ursache, die Unreinheiten, Pickel und gar Akne im Gesicht bewirken kann, zu erkennen.

 

Die Bedeutung des Gesichts

Betrachten wir uns zunächst die symbolische Bedeutung des Gesichtes, die sich aus  unserer Sprache ableiten lasst: „Sein wahres Gesicht zeigen“ bedeutet, dass sich jemand so zeigt wie er oder sie wirklich ist. Diese Aussage steht sowohl für Ehrlichkeit wie auch für Authentizität. So sein dürfen, können, wollen wie die eigene Persönlichkeit angelegt ist, wird so z. B. durch schöne reine natürliche Gesichtshaut belohnt. Im Umkehrschluss deutet dies darauf, dass alle diejenigen, die eine unreine Haut, einen Hautausschlag, Pickel oder sogar Akne im Gesicht entwickeln, Gefühle zu verbergen versuchen. Dies gelingt aber nur in der Umgebung, in der die Bedeutung der Körpersprache nicht bekannt oder von Interesse ist oder wenn ein „Topf dekorativer Farbe“ die Wirklichkeit verdecken soll. Für diejenigen, die sich für „die wahre Schönheit von innen“ interessieren, seien hier einige grundsätzliche Themen für die Hautunreinheit genannt.

 

Hautunreinheiten und ihre psychologische Bedeutung

Das Terrain auf dem sich das Thema Hautunreinheiten aufbaut, ist in der heute nicht mehr ausgeführten, aber sich in der Genetik deutlich darstellenden Impfthematik der Pockenerkrankung zu suchen. Die Pocken sind sowohl als Erkrankung, wie über die Impfung ein die Haut verunreinigendes Geschehen, das auch tiefe Narben hinterlassen kann. Psychologisch symbolisiert dieses Terrain eine negative Lebenssicht. Die Person, in deren Unbewussten dieses Thema aktuell ist, hat Angst vor Gewalt, leidet unter Erwartungsangst, misstraut anderen und kann sich deshalb nicht so zeigen wie sie wirklich ist.

Dieses wohlgemerkt unbewusste Terrain ist für den oder diejenige ein konsequenter Stress, weil überall Negatives erwartet wird. Um dauerhafte „Schönheit von Innen“ zu erreichen, muss dieses Pockenterrain zunächst durch eine Impfdeblockierung entspannt werden. In der Folge sind dann die typischen passenden homöopathischen Einzelarzneien tief und schnell erfolgreich. 

Homöopathische Arzneien bei Hautunreinheiten

Über die homöopathischen Arzneien, die schon empirisch für Hautunreinheiten des Gesichts gefunden wurden und sich viele Jahre bewährt haben, ist es möglich auf die psychologischen Ursachen Rückschlüsse zu ziehen.

 

Die Walnuss – Juglans regia“

Unabhängig vom genannten Pocken- Impfterrain ist eines der häufigsten homöopathischen Arzneien, das zu unserer Thematik passt, die Wallnuss, Juglans regia. Diese Arznei hat die psychologische Bedeutung:

 

„Kann nur rational“

 

Ursache ist beispielsweise eine unbewusste emotionale Besetzung durch den gegengeschlechtlichen Elternteil. In einer Familienstruktur sind die Eltern emotional miteinander unzufrieden oder unglücklich. Es kommt durchaus häufig vor, dass ein Kind diese Lücke schließt. Die Tochter als Papas Liebling, der Sohn als Mamas Liebling hält die Familie in Takt. Die Kinder aber haben oder sehen unbewusst die Aufgabe, die Familie zu erhalten oder haben einen starken Sinn für Harmonie, lassen damit die emotionale Besetzung des gegengeschlechtlichen Elternteils zu und „schützen“ sich vor anderen Einflüssen und Begierden dadurch, dass sie sich z.B. unattraktiv durch einen starken Hautausschlag im Gesicht machen. Ist dieser Hautausschlag entzündlich, können wir Zorn und Wut unterstellen, denn alles was heiß und rot ist steht für Zorn.

Diese entzündlichen Hautausschläge im Gesicht weisen darauf hin, dass die Person zornig darüber ist, das eigene, „wahre“ Gesicht nicht zeigen zu dürfen.

 

Die Tinte des Tintenfisches – Sepia succus

Eine weniger tiefgehende Arznei, die aber auch ein Teil des oben beschriebenen Themas sein kann, ist die Tinte des Tintenfisches „Sepia succus“ mit der psychologischen Bedeutung:

 

„Sehnsucht nach Harmonie, die aber den eigenen Vorstellungen entsprechen muss.“

 

Bezug nehmend auf die Beschreibung von Juglans regia, kann Sepia der Anteil von Juglans regia sein, in der das Kind den eigenen Willen der Familienharmonie opfert. In der homöopathischen Behandlung wird Sepia zunächst den Hautausschlag lindern oder mildern, dieser kehrt aber dann bei psychologischem Druck innerhalb der Familie zurück und kann dann nur durch Juglans regia verbessert werden. Noch tiefer greifend sollte die Terrainbehandlung der Pockenimpfung dann gesehen werden.

In einem solchen Fall bedarf es der Behandlung aller drei Ebenen um eine wirkliche Heilung zu erreichen.

 

Der Rosenapfel – Eugenia jambosa

Eine weitere tiefgehende homöopathische Arznei zu unserem Thema ist der Rosenapfel: Eugenia jambosa mit der psychologischen Bedeutung

 

„Das fünfte Rad am Wagen. Es gewohnt sein, keine Gefühle zu zeigen“

 

Ein Kind, das für die Eltern ungeplant, als unerwünschter Zuwachs eingetroffen ist und auch später sich immer überflüssig fühlt, ist in der für Eugenia jambosa typischen Lebenssituation. Es ist unschwer nachzuvollziehen, dass ein solcher Mensch sich ungeliebt fühlend, wenig mutig ist, Ansprüche zu stellen. Er wird seine Persönlichkeit verstecken und sein wahres Gesicht kaum zeigen. Auf der somatischen Ebene kann dies dann die Hautausschläge im Gesicht hervorbringen.

 

Das Gänseblümchen – Bellis perennis

Eine Eugenia jambosa ergänzende homöopathische Arznei kann dann das Gänseblümchen Bellis perennis sein. Bellis hat die psychologische Bedeutung:

 

„Trotz freundlichster Bemühungen abgelehnt und verprellt.“

 

Es wäre denkbar, dass eine Person die Rolle der fehlenden Zugehörigkeit von Eugenia jambosa dadurch verändern möchte, in dem sie hilfsbereit alles für andere tut. Wird dies aber von der Umgebung nicht angenommen ergänzt sich das Eugenia Trauma mit der wiederholt erfahrenen Ablehnung von Bellis perennis. Erst mit der Gabe beider Arzneien kann tief greifende Heilung der Gesichtsunreinheit erwartet und bewirkt werden.

 

Der Ingwer – Zingiber

Eine an dieser Stelle letzte vorgestellte Arzneimittelkombination zur Gesichtunreinheit sei der Ingwer als tiefes Hauptthema. Zingiber hat die psychologische Bedeutung:

 

„Geistige Entwicklung findet nur in der Abgeschiedenheit statt, weltfremd.“

 

Die Lebenssituation dieser Arznei hat einen klösterlichen Anstrich. Der „liebe, gute Mensch“, der  unbewusst erwartet, dass Bildung nur in der Umgebung der Gleichgeschlechtlichkeit z.B. in einem Kloster stattfinden kann, kommt in die Pubertät und spürt das Erwachen seiner Sexualität. Konkret zeigt sich die Situation so, dass z.B. Mädchen fast dogmatisch nur unter sich spielen, kein Interesse an Jungen zeigen. Die bessere Beziehung besteht selbstverständlich zur Mutter. Vielleicht spielt in der Familie der Vater nur als Ernährer eine Rolle. Das emotionale Leben findet nur unter den weiblichen Mitgliedern der Familie statt und wird auch so im Kindergarten oder in der Schule weitergeführt. Ein solches Beispiel ließe sich natürlich auch für die männlichen Wesen untereinander darstellen. Das Wesentliche ist ein Leben im gleichgeschlechtlichen Sinne. Die Welt ist so lange in Ordnung bis die Pubertät und das geschlechtliche Verlangen deutlich wird. Damit kommt die Person in Schwierigkeiten, denn im Unbewussten scheint das Erwachen des Sexuellen verboten. Das Mädchen oder der Junge fühlt sich zunehmend unsicher. Seine unbewussten Wertungen müssten nun klarer und sinnvoller aufgelöst werden. Geschieht dies nicht, bleibt das unbewusste Verbot der sexuellen Entwicklung bestehen, kann sich dies somatisch als Hautunreinheit im Gesicht zeigen. Diese Hautunreinheit empfindet der Jugendliche häufig dann noch eklig und sehr lästig. Das Gefühl des Erwischt-Werdens spielt auch eine Rolle, dies natürlich wieder unbewusst. Die homöopathische Arznei, die mit der Lebenssituation von Zingiber korreliert ist  Indium metallicum, welches die psychologischen Bedeutung hat: „Angst vor der eigenen Vitalität.“ Bleibt die Zingiber-Situation unbewusst, wird sie ernährt von einem unverständlich bleibenden schlechten Gewissen, dann entsteht eine tiefe Angst vor der der eigenen Vitalkraft. Die Unsicherheit, die der eigene Trieb bewirkt, steht in deutlicher Relation zu dem vermeintlichen Verbot desselben.

 

Fazit

In der homöopathischen Behandlung wird Zingiber den Hautausschlag sicher lindern können, ist aber schon ein tiefer liegendes Trauma der Selbstablehnung vorhanden, ist Indium metallicum vonnöten um eine wirkliche Heilung zu bewirken.

Auch wenn der letzte Themenkreis seinen Auslöser in der Pubertät hat ist dieser häufiger bei „schuldbewussten Erwachsenen“ zu entdecken, die sich vielleicht krampfhaft bemühen heilig zu werden anstelle lustvoll zu sein.

An diesen wenigen aber tiefer gehenden Beispielen sollte gezeigt werden, dass der Anspruch „Wahre Schönheit  kommt von innen“ sicherlich erstrebenswert, aber manchmal nicht so leicht umzusetzen ist. Aber lohnenswert ist dieser Anspruch allein deshalb, weil mit dieser Form von Schönheit auch Gesundheit verbunden ist.

  

Antonie Peppler

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